Stell dir vor, wie du mit deinem treuen Vierbeiner durch eine idyllische Landschaft schlenderst, die Ruhe der Natur genießt und die harmonische Verbindung zwischen dir und deinem Hund spürst. Dieses Bild von gelassener Leinenführigkeit und gemeinsamen, entspannten Spaziergängen ist für viele Hundebesitzer das ultimative Ziel. Doch die Realität sieht oft ganz anders aus. Anstatt in Harmonie zu spazieren, findest du dich vielleicht in einem täglichen Kampf wieder, in dem du von deinem enthusiastischen Gefährten durch Parks und über Gehwege gezerrt wirst, in einem ständigen Tauziehen, das sowohl frustrierend als auch ermüdend sein kann. Die Vorstellung, gemeinsam mit deinem Hund die Natur zu genießen, rückt in weite Ferne, wenn jeder Schritt zu einem Machtkampf wird, bei dem dein Hund entschlossen zu sein scheint, in jede Richtung zu ziehen – nur nicht in die, die du gewählt hast. Dieser Kontrast zwischen Wunsch und Wirklichkeit kann nicht nur die Freude an den täglichen Gassirunden trüben, sondern zeigt auch das weitverbreitete Problem der Leinenführigkeit, mit dem sich viele Hundehalter herumplagen.
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Das Ziehen an der Leine kann oft auf das instinktive Verhalten und den natürlichen Jagdtrieb eines Hundes zurückgeführt werden. Viele Hunde haben einen angeborenen Wunsch, ihrer Nase zu folgen und Bewegungen zu jagen, was zu verstärktem Ziehen führen kann, wenn sie einen spannenden Geruch oder eine interessante Sicht wahrnehmen. Der Hund zieht an der Leine und röchelt. Dieses Verhalten verstehen und bewusst zu trainieren, kann bei der Leinenführigkeit helfen. |
Ein häufiger Grund für Probleme mit der Leinenführigkeit ist mangelndes oder nicht konsequentes Training. Hunde, die nicht schon als Welpen das Gehen mit einer durchhängenden Leine lernen, können Schwierigkeiten haben, dieses Verhalten im Erwachsenenalter zu ändern. Alle Trainer empfehlen konsequentes Training und die Verwendung positiver Verstärkung, um Hunden das entspannte Gehen an der Leine beizubringen. Allerdings sollte hierbei ein Leckerli nicht das Mittel der Wahl sein.
Hunde, insbesondere junge Hunde und solche mit einem hohen Energielevel, können an der Leine ziehen, da sie ihre Energie nicht anderweitig abbauen können. In solchen Fällen kann das permanente an der Leine ziehen eine Folge von Übererregung oder aufgestauter Energie sein. Regelmäßige körperliche und geistige Auslastung könnte den Hund beruhigen und das Ziehen verringern. Hierzu gehört idealerweise Nasenarbeit oder Bewegungsarbeit. Je mehr du die Gassirunde mit Aktivitäten auflockerst und für deinen Hund interessant wirst, umso eher verliert sich das unerwünschte Verhalten.
| Andere Hunde, Menschen oder Tiere können soziale Reize bieten, die einen Hund dazu verleiten, an der Leine zu ziehen. Ebenso können äußere Umweltfaktoren wie Lärm, Verkehr oder ungewohnte Umgebungen beim Hund Stress oder Angst auslösen, was zu verstärktem Leinenziehen führen kann. Es ist wichtig, solche Einflüsse zu erkennen und den Hund schrittweise an sie zu gewöhnen oder dem Hund beizubringen, ruhig zu bleiben. | ![]() |
Bevor das eigentliche Training beginnt, ist die Auswahl der richtigen Ausrüstung entscheidend. Eine gut sitzende, bequeme und geeignete Hundeleine sowie ein passendes Geschirr oder Halsband sind das Fundament für erfolgreiches Training. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, dass keine Kehlkopfquetschung beim Hund entstehen kann und die Atmung nicht beeinträchtigt wird. Ein gut sitzendes Brustgeschirr ist daher einem Halsband in der Regel vorzuziehen.
Spezielle Trainingshilfsmittel wie Halti-Geschirre oder Anti-Zug-Geschirre können unterstützend eingesetzt werden, um Hunden das Ziehen an der Leine abzugewöhnen. Gute Hundetrainer empfehlen jedoch, solche Hilfsmittel nur in Ausnahmefällen und im Zusammenhang mit einem geführten Training zu verwenden.
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Konsequenz ist einer der wichtigsten Aspekte bei der Leinenerziehung. Regelmäßige und wiederholte Übungen festigen die gewünschten Verhaltensweisen beim Hund. Geduld ist ebenso unerlässlich, gerade wenn der Hund Leinenführigkeit erst als Erwachsener lernen soll oder wenn bereits negative Erfahrungen vorliegen, die oft sogar durch die Unwissenheit des Halters ausgelöst wurden. |
Erfahrungsberichte zeigen, dass gerade in schwierigen Fällen von Leinenführigkeit die Geduld des Hundebesitzers oft auf eine harte Probe gestellt wird. Der Hund braucht Zeit, um zu verstehen, was der Mensch am anderen Ende der Leine von ihm erwartet, und es ist entscheidend, dass man nicht nachgibt oder inkonsequent handelt. Wie bei allem in der Hundeerziehung ist hier das Verhältnis von Mensch und Hund das Fundament.
Um Hunden beizubringen entspannt an der Leine zu laufen, ist der Einsatz positiver Verstärkung eine bewährte Methode. Dies bedeutet, gewünschtes Verhalten zu belohnen und unerwünschtes zu ignorieren oder umzuleiten. Viele Menschen greifen daher zu Leckerlis und Spielzeugen, um das erwünschte Verhalten zu erreichen. Allerdings ist es wesentlich effektiver, den Hund mit Hilfe von klarer Körpersprache zu lenken und dem Hund die Führung zu geben, die er braucht.
| Übungen beim täglichen Spaziergang können so gestaltet werden, dass der Hund automatisch gelobt wird, sobald er langsamer geht oder seine Aufmerksamkeit dem Besitzer zuwendet. Auch ist es wichtig, beim spazieren gehen längere Distanzen an der Leine zu integrieren. Hierbei wird der Hund sofort gelobt, sobald er aufhört zu ziehen. Es mag am Anfang anstrengend sein, aber wenn du diese Phase konsequent bleibst und durchziehst, wird dein Hund bald entspannt an der Leine laufen. | ![]() |
Die Kommunikation zwischen Hund und Besitzer ist essenziell um die Leinenführigkeit zu trainieren. Eindeutige Kommandos, eine klare Körpersprache und das richtige Timing der Signale helfen dem Hund zu verstehen, was von ihm verlangt wird. Aufgeregte Hunde profitieren besonders von einer ruhigen und bestimmten Ausstrahlung des Besitzers. Achte darauf, dass du selber immer ruhig und konsequent bist, wenn du mit deinem Hund arbeitest - Unarten, die der Hund zeigt, sind sehr oft durch den Menschen am anderen Ende der Leine verursacht.
Eine Trainerin, die darauf sehr intensiv aufbaut ist Sarah Fink. In ihren Kursen betont sie, dass ein gelassener Umgang und die richtige Leinenführung Hand in Hand gehen. Ein Hund, der spürt, dass sein Besitzer die Situation kontrolliert, wird eher bereit sein, Führung anzunehmen und an einer lockeren Leine zu gehen und nicht mehr an der Leine ziehen.
Die Grundkommandos "Sitz" und "Bleib" bilden die Basis für ein diszipliniertes Verhalten an der Leine. Durch konsequentes Üben dieser Signale lernt der Hund, auf seinen Besitzer zu achten und Ablenkungen zu widerstehen, was das Gehen an lockerer Leine erleichtert.
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Beginne die Übungen in einer ruhigen Umgebung, um den Hund nicht zu überfordern und ihm die Chance zu geben, sich auf die Signale zu konzentrieren. Wenn der Hund erfolgreich "Sitz" und "Bleib" ausführt, kannst du dies als Ausgangspunkt für das Leinentraining verwenden, indem du ihn aus der "Bleib"-Position heraus an der lockeren Leine führst. |
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Ein Hund, der beim Spaziergang ständig an der Leine zieht, ist oft abgelenkt und nicht auf seinen Besitzer fokussiert. Um das zu ändern, kannst du Übungen zur Aufmerksamkeitssteigerung einsetzen. Dazu gehört beispielsweise das Trainieren des Augenkontakts: Fordern Sie Ihren Hund regelmäßig auf, Ihnen in die Augen zu schauen, und belohne ihn dafür. So lernen Hunde, dass es lohnenswert ist, die Aufmerksamkeit vom Umfeld auf den Besitzer zu verlagern. |
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Ein schrittweises Training ist effektiv, um Hunden das Ziehen an der Leine abzugewöhnen. Beginne damit, kurze Strecken an der lockeren Leine zurückzulegen und den Hund bei korrektem Verhalten sofort zu loben. Wenn der Hund beginnt zu ziehen, stoppe und bewege dich erst weiter, wenn die Leine wieder locker ist.
Mit dieser Methode signalisierst du dem Hund, dass entspanntes Gehen an deiner Seite die vorteilhafteste Option ist, um voranzukommen. Die Belohnung kann aus Spielen oder lobenden Worten bestehen, je nachdem, was Ihren Hund am meisten motiviert. Leckerlis sollten die Ausnahme bilden.
Ein klar kommuniziertes Stopp-Signal hilft deinem Hund zu verstehen, wann er sein Verhalten ändern muss. Wenn er an der Leine zieht, sagst du ein deutliches "Stopp" (oder ein anderes Wort deiner Wahl) und bleibst stehen. Erst wenn der Hund sich entspannt und die Leine locker lässt, setzt du den Spaziergang fort.
Die Konsequenz bei der Anwendung dieser Signale ist entscheidend. Der Hund muss lernen, dass das Ziehen an der Leine konsequent und sofort zu einem Stopp führt, was letztlich die Leinenführigkeit fördert.
Es gibt verschiedene Anzeichen dafür, dass professionelle Unterstützung nötig sein könnte, um einem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen. Dazu gehören Situationen, in denen bisherige Trainingsversuche erfolglos blieben, der Hund trotz Übungen aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen oder sogar Menschen zeigt oder wenn er an der Leine zieht und röchelt, was auf eine Kehlkopfquetschung hindeuten könnte. Ein qualifizierter Hundetrainer in deiner Nähe kann gezielt auf den Einzelfall eingehen und angepasste Lösungen bieten.
Insbesondere bei schwereren Fällen, wenn der Hund an der Leine zieht wie verrückt oder extrem aufgeregt und schwer zu kontrollieren ist, kann der Rat eines Profis entscheidend sein, um das Problem langfristig zu lösen. Bitte schaue aber vorher genau, an welchen Hundetrainer du dich wendest. Leider gibt es hier viele schwarze Schafe und veraltete Erziehungsmethoden.
Eine fantastische Möglichkeit ist es einen Online-Kurs zu absovieren, der dich genau bei deinem Problem unterstützt. Denn du bist zeit- und ortsunabhängig und du kannst eine Ausbilderin buchen, wann immer es dir passt.
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Sarah Fink ist eine sehr engagierte Hunde-Trainerin, die kein theoretischen Bla-Bla zeigt. In ihren Kursen siehst du ihre authentische Arbeit mit echten Problemhunden - und sie verzichtet bei ihrer Arbeit weitgehend auf Leckerlis. Wenn du ihre Arbeit siehst, wird dir klar: Wenn diese Hunde es schaffen, entspannt an der Leine zu gehen, dann kann dein Hund das auch! |
Bei Sarah Fink gibt es zu jedem Kurs eine Facebook-Gruppe, in der du Menschen mit genau den gleichen Herausforderungen und dem gleichen Stand triffst.
Es kann extrem hilfreich sein, sich mit anderen Hundebesitzer/innen zu treffen und ein gemeinsames Training zu verabreden. So hast du jemanden, der/die "von außen" auf dich und deinen Hund schaut, aber genau die gleichen Methoden und Hintergründe nutzt, wie du.
Diese gemeinsame Arbeit mit den gleichen Methoden wird sich auf die Konsistenz eures Trainings sehr vorteilhaft auswirken.
Wer tiefer in das Thema Hundeerziehung eintauchen möchte, findet auf Sarahs Seite eine Vielzahl von Kursen zu Themen, die das Leben mit deinem Vierbeiner erleichtern können.
Schau gerne einmal vorbei und stöbere in ihrem Angebot:
Zu den Online-Kursen von Sarah Fink (klicken)
ÜBER DIE AUTORIN

Sabine Kratzenberg
Seit 2012 begleitet mich der ehemalige Labor-Beagle Nelson, der sein erstes Jahr in einem Versuchslabor verbracht hatte. Es war ein langer Weg, ihn an ein normales Leben zu gewöhnen, schrecklich traumatisiert kam er bei mir zuhause an. Aber es hat sich gelohnt und ich hoffe, wir haben noch eine lange gemeinsame Zeit..
Vielen Dank an Laborbeaglehilfe.de, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diesen Tierchen ein gutes Zuhause zu vermitteln, sobald sie das Labor verlassen dürfen.
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